Dienstag, 6. November 2012

So, jetzt hab ich es hinter mir. Das erste Gespräch.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, was ich jetzt fühlen soll. Es sind zu viele Gedanken in meinem Kopf.. Also entschuldigt, falls es durcheinander wird.

Anfangs war ein Mann und eine Frau da. Der Mann ist nur der Chef und hauptsächlich für körperliches zuständig, er hat mich einiges gefragt.
Ich bin wirklich froh, dass ich jetzt nicht mehr wirklich etwas mit ihm zu tun haben werde- ich hab mich nicht wohl im Gespräch mit ihm gefühlt. Er fragte mich Dinge und ich wusste nicht, was er für eine Antwort hören will..
Meine Mum erzählte ihm, dass ich über 10Kilo abgenommen hätte. Er wollte erst wissen, ob bewusst oder unbewusst und dann fragte er noch, ob ich denn jetzt noch mehr abnehmen wollen würde.
Mein Kopf schrie: Ja! Ja! Ja!
Aber ich wich seiner Frage aus und meinte, dass ich mich nicht wirklich ganz wohl fühle, aber es schon besser sei als am Anfang.
Er hat nicht bemerkt, dass ich nicht auf die Frage geantwortet habe...
Jedenfalls ging er nach ungefähr 10 Minuten und wir waren mit der Frau- meiner Therapeutin- alleine. Sie stellte noch vertieft Fragen zu meiner jetztigen Situation mit Freunden etc. Und auch wegen ritzen- aber sie schien gleich zu merken, dass ich darüber (wenn meine Mum dabei ist) nicht sprechen möchte und ließ das Thema eig gleich wieder fallen.
Alles in einem hat das Gespräch 45min gedauert. Aber ab jetzt werd ich (erst mal) eimal die Woche hingehen. Alleine, ohne meine Mum!

Ach ja, ich wurde auch gefragt, ob es einen bestimmten Zeitpunkt oder ein Ereignis gab, an dem das alles anfing. Wieder antwortete ich falsch, nein, da würde ich nichts wissen.... aber das stimmt eigentlich nicht. Es fing mit dem abnehmen an.
Insgesamt wurde darüber so gut wie gar nicht gesprochen- eben nur das eine mal. Aber ich habe Fragebögen mitbekommen, auf denen eben auch solche Fragen zu finden sind.
Ich denke, ich werde das ehrlich beantworten.
Es bringt ja nichts, wenn ich das verschweige, oder? Ich würde mir meiner eigenen Therapie nur selbst im Wege stehen...

Ich würde gerne noch mehr schreiben, aber der Text ist schon lang genug. Der Rest hat auch noch bis morgen Zeit..

11 Kommentare:

  1. danke für dein kommentar.. ich bin nur in letzter zeit so oft verzweifelt und werde so oft enttäuscht und ich enttäusche mich selber und es hat mich gereizt. nicht das erste mal, aber das erste mal dass ich mir die schere gegriffen habe. ich möchte damit nicht weiter machen und werde es auch nicht, versprochen! ♥

    www.fearofimperfection.blogspot.com

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  2. Ich würd dir raten von Anfang an mit offenen Karten zu spielen. Die ganze Wahrheit auf den Tisch, nur so kann dir und kannst du dir selbst helfen!
    Ich sehs an mir, ich lüge meine Therapeutin nur noch an und das ist ja nicht das Sinn der Sache...
    Also, alles Gute dir! ♥

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  3. ich kann dir aus eigener erfahrung sagen, dass es alles andere als gut ist, seiner therapeutin von anfang an etwas vorzulügen. anfang des jahres habe ich mit einer therapie angefangen, wegen depressionen u. sozialen ängsten; ich habe aber nie gesagt, dass ich ein problem mit dem essen, mit meinem körper habe - und das war ein riesen fehler. mein verhalten gegenüber dem essen und gegenüber mir selber ist schlimmer denn je. hätte ich von anfang die wahrheit gesagt, dann wäre ich jetzt nicht da, wo ich jetzt bin: ganz unten.

    ich möchte dir nicht vorschreiben, was du sagen sollst und was nicht, das musst du schließlich selber wissen. nimm das, was ich geschrieben habe, also als wirklich lieb gemeinten rat; ich weiß, wie schwierig sowas ist, glaub mir.

    alles liebe!

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  4. Und ich dachte schon diese Pickel seien abnormal :o
    aber ich hatte mich so vollgefressen und der war so groß und ich konnte meine Füße echt nicht sehen.. (nur ein kleines Bisschen vom Nagellack auf meinem dicken Zeh). Das war so.. deprimierend.
    Danke für die lieben Worte ♥

    Siehst du, das ging doch :)
    Und ja, du solltest den Bogen ehrlich beantworten. Wahrscheinlich hätte ich genau so reagiert wie du, wenn meine Mutter dabei gewesen wäre. Ich denke, das ist normal.
    Wünsche dir noch ganz viel Kraft dafür, das packst du :)

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  5. Du kannst wirklich verdammt stolz auf dich sein, dass du den ersten Schritt gegangen bist! Es ist total verständlich, dass du dich jetzt nach dem Gespräch erstmal wieder sammeln musst. Wenn ich bedenke wie das bei meinem Gespräch war. Ohje ich war total durcheinander und aufgebracht. Ich bin echt stolz auf dich!

    Ich würde die Fragebögen so ausfüllen, wie ich mich am wohlsten damit fühlen würde. Damit meine ich nicht, dass du lügen sollst, falls du die Wahrheit nicht sagen willst. Dann lass die Frage einfach frei und sag deiner Therapeutin, dass du jetzt noch nicht bereit bist das zu beantworten. Immerhin musst du erstmal lernen ihr zu vertrauen und dann wird das alles auch einfacher gehen.
    ♥

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  6. Ich finde super, dass du diesen Schritt gewagt hast. Ich war auch mal bei einem Therapeuten. Und ich war so feige dass ich ihm nie die Wahrheit gesagt habe, also mit dem Essen und allem. Ich hab meine Probleme immer mit anderen Beispielen wie z.B. Schule oder so zusammengebracht und versteckt und immer gelogen. Schließlich hab ich das ganze abgebrochen. Ich hatte zwar Mut den Schritt zu tun, etwas zu verändern, aber dann war ich feige und hatte Angst und hab es nicht geschafft. Ich wünsche mir,dass es bei dir anders läuft, aber du hast ja auch vor ehrlich zu sein!
    Du schaffst das schon, Liebes :) <3

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  7. Es ist zwar kontraproduktiv seine Therapeutin anzulügen, aber du musst ja nicht gleich von Anfang an alles offen auf den Tisch legen. Bei meiner Therapie zumindest war es so, dass wir manchmal ewig über ein winziges Detail gesprochen haben (und auch das hat geholfen!) und es deswegen auch immer sinnvolle Gespräche gab, obwohl ich nicht gleich die ganze Wahrheit bei allem erzählt habe.
    Manche Dinge brauchen ihre Zeit, bis man bereit ist darüber zu reden und ich denke, wenn du ihr sagst, dass du noch Zeit brauchst, wird das deine Therapeutin bestimmt verstehen. Am Anfang muss man sich ja auch erstmal ein bisschen kennenlernen und lernen sich in der Therapie-Situation wohl zu fühlen.
    Du wirst schon einen Weg finden :)

    Liebste Grüße

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  8. zuhause fällt es dir sicherlich leichter die fragen auf dem fragebogen auszufüllen...vorallem OHNE deine mom. füll ihn ehrlich aus :) das wird!

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  9. wenn deine mutter nicht dabei ist wirst du de fragen vielleicht aufrichtiger beantworten können..

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  10. Liebes das erste Gespräch ist nie wirklich angenehm... Aber ich bin stolz auf dich, dass du dort warst und es auch weiterhin machen willst!
    Und ja du hast Recht, sei ehrlich! Lüg nicht und antworte einfach genau so wie du denkst... Selbst wenn sie nicht der selben Meinung ist, heißt es ja nicht, dass du das alles ändern musst. Es bringt nur wirklich nichts hinzugehen und dich selbst dort zu betrügen. Das wäre Zeitverschwendung.
    Und ja, geh ohne deine Mutter! Es soll alles so sein, dass du dich am wohlsten fühlst. Und selbst wenn du noch merkst diese Therapeutin gefällt dir nicht, sag es deiner Mutter und sucht eine neue...
    Aber ich wünsch dir natürlich, dass sie dich versteht und es gut wird!

    Ganz viel Kraft dafür Liebes :)

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  11. Ich denke du solltest das tun was du für richtig hälst! Wenn du findest du willst mit deiner Therapeutin über alles reden, dann finde ich das einerseits richtig beeindruckend und andererseits kannst du stolz auf dich sein. Du hast dich schon so entwickelt Süße, das ist schön.
    Gib der Therapie die Möglichkeit dich für den Anfang wenigstens besser zu fühlen, erst Mal das verlorene Selbstbesusstein wieder einholen, etc.
    Du weißt ich stehe die ganze Zeit hinter dir. Du schaffst das. :)

    Ich liebe dich. <3

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